Im ausgehenden letzten Schuljahr beschäftigte sich der Mittelkurs zur Generalistischen Pflegefachfrau/-mann mit der Geschichte der Psychiatrie, insbesondere mit den T4-Aktionen in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Auszubildenden waren frei in der Projektgestaltung, zum Beispiel konnten sie neben Literaturrecherche einen Teil der Projektzeit auch mit Besichtigung von Denkmälern und Ausstellungen verbringen. Neben Referatspräsentationen entstanden so auch theaterpädagogische Inszenierungen und kreativ-gestalterische Ergebnisse. Mit folgenden Fragestellungen haben sich die Auszubildenden dabei auseinandergesetzt:
- Welches Menschenbild haben wir heute im Gegensatz zur NS-Zeit?
- Welche Aufgabe übernehmen Pflegende, wenn zu pflegende Menschen in ihren Fähigkeiten oder Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt oder irgendwie anders als „normal“ sind?
- Was waren graue Busse?
- Wie dachten NS-Pflegekräfte, die an den Selektionen beteiligt waren?
- Welche Informationen erhielten die Angehörigen nach dem Tod der Ermordeten?
- Müssen wir uns heute mit dieser schrecklichen Vergangenheit beschäftigen?
Die Projektausstellung gibt einen Einblick in die Haltungsarbeit und bezeugt die Weiterentwicklung der ethischen Kompetenz der Azubis. Sie befindet sich noch bis Ende November im Foyer der LOP Hockenheim.