han/sei (18.07.2017) Nachdem die beiden LehrerInnen Christina Seidl und Leo Hansen das militärische Sperrgebiet schadlos durchquert hatten und nicht in den unterirdischen Tunnelanlagen in Neckarzimmern verschwunden waren, kamen sie am Montag, den 10.7.2017 fast pünktlich in der evangelischen Tagesstätte in Neckarzimmern an. Die meisten Schülerinnen und Schüler der 2 BKSP1/2 und der 2 BKSP1/3 waren schon im Speisesaal versammelt, sodass die 2 ½-tägige gemeinsame Klassenfahrt mit einer Ansprache der Tagungsstättenleitung beginnen konnte. Besonders hilfreich war der Hinweis auf den vorsichtigen Umgang mit den Chipkarten für die Zimmer - nur zwei mussten ersetzt werden. Aber auch die beiden begleitenden LehrerInnen stimmten die Schülerinnen und Schüler hoffnungsfroh auf die bevorstehenden Tage ein, indem sie diese auf das von ihnen erwartete hohe Maß an selbstständigem Handeln hinwiesen, da sie von einem älteren, gebrechlichen Lehrer und einer schwangeren Lehrerin begleitet würden.

 

Die gemeinsame Klassenfahrt der beiden Unterkurse war vor allem eine vorbereitende Maßnahme auf die bevorstehende Zusammenlegung der Klassen im Oberkurs und so wurden viele Aktivitäten gemeinsam durchgeführt. Es begann am Montagnachmittag mit einem Sportturnier. Es blieb allerdings beim Volleyballspielen und nachdem die 2BKSP1/2 leider den Kürzeren gegen das zwar überalterte, aber dynamischere Team der 2BKSP1/3 zog, war dann Minigolf spielen angesagt. Von dort wurden keine größeren Komplikationen gemeldet. Eine kleine Gruppe wurde auch noch beim Fußball spielen gesichtet, bemerkenswert dort die Torhüterin aus der 2BKSP1/2, die fast jeden Ball um die nicht vorhandenen Pfosten und Latten lenkte. „Hoffi for ever!“

 

Auch die von den Schülerinnen und Schülern geplante Abendaktivität hatte organisatorisch betrachtet die ein oder andere kleinere Schwäche, aber auch gemeinsam den Überblick zu verlieren, trägt zur Teambildung bei. Jedenfalls: Je später der Abend, umso lustiger wurde es…

 

Der Dienstagvormittag war zur Freude der Schülerinnen und Schüler als Reflexionstag angekündigt und natürlich perfekt von den LehrerInnen vorbereitet. In der Durchführung gab es dann die ein oder andere Abweichung von der gemeinsamen Planung seitens des älteren Lehrers, so dass der gemeinsame Schlussteil einer gewissen Umorganisation bedurfte. Aber alle waren maximal flexibel.

 

Der Nachmittag wurde dann spontan durch Karsten zum Bildungsprogramm umfunktioniert. Gemeinsam ging es zur Burg Hornberg, auf der Götz von Berlichingen 45 Jahre lebte. Ob es sein Skelett war, das in den Tiefen eines beleuchteten Brunnes zu sehen war, ist ungewiss. Die eiserne Hand im Museum soll ihm aber tatsächlich gehört haben. Nach der anstrengenden Besichtigungstour stand der Rest des Nachmittags zur freien Verfügung, den einige zu einem „Power Napping“ nutzten, andere sich weiter beim Sport austobten.

 

Abends wurde dann bei offenem Feuer, das unsere Feuerteufel Katrin und Tamara voll im Griff hatten, gegrillt. Als Grillmaster tat sich Marius hervor, der uns hervorragende Würstchen und Steaks anbot. Beim Stockbrotgrillen trennte sich die Spreu vom Weizen. Während einige wunderbar geröstete Brote verspeisen konnten, hielten andere pechschwarze Klumpen in der Hand. Shit happens.

 

Der weitere Abend gestaltete sich dann wie erwartet. Die älteren Schülerinnen und Schüler (vorwiegend aus der 2 BKSP1/3) mussten sich frühzeitig ausruhen, die jüngeren (vorwiegend aus der 2BKSP1/2) hatten noch den ein oder anderen Scherz für die Nacht geplant. Geräuschloses Vorgehen war ihnen allerdings nicht (mehr) möglich, zu sehr mussten sie über ihre eigenen Witze lachen und kichern, sodass nichts unbemerkt blieb. Aber am nächsten Morgen standen alle rechtzeitig auf der Matte und fanden auch den Speisesaal. Gestärkt konnte dann aufgeräumt werden und gegen 10.30 Uhr verließen wir Neckarzimmern.

 

Und die Moral von der Geschicht´? Wir hatten viel Spaß und sind gespannt auf das nächste, gemeinsame Schuljahr, sehen die Chancen und wissen um die Risiken. Na dann!