gau (27.11.2007) Es ist einige
Jahre her, als in einer Schulklasse im türkischen Kirikkale über Liebe und
Toleranz zwischen verschiedenen Kulturen diskutiert wurde. Eine Schülerin
machte damals den Vorschlag, ein Projekt zu diesem Thema zu starten. Das war
die Geburtsstunde von „DYSL“, was für „Do you speak love?“ steht. Die Türken
setzten sich mit einer ihnen schon bekannten Schule im polnischen Lodz in
Verbindung, die Polen kannten das Junior College der University of Malta aus
Msida. Und die Malteser wiederum holten eine Schule im italienischen Assisi
und die ihnen von diversen Austauschveranstaltungen bekannte
Louise-Otto-Peters-Schule aus Hockenheim und Wiesloch mit ins Boot.
Mittlerweile gibt es zwei Treffen jährlich, jeweils im
Frühjahr und im Herbst. Gefördert werden die internationalen Begegnungen von
dem „Programm für lebenslanges Lernen“ der EU. In der vergangenen Woche war
nun die LOP-Schule als Gastgeber an der Reihe. Nach der Ankunft der
Teilnehmer aus der Türkei, Polen, Italien und Malta im Lauf des Sonntags gab
es tags darauf den offiziellen Empfang in Wiesloch, bei dem die Theater AG
in der Aula des Berufsschulzentrums die „Ringparabel“ aufführte.
Der Dienstag war für die Präsentation der gemeinsamen
Projektergebnisse eingeplant, mittwochs standen Ausflüge zum Speyrer Dom und
dem Schwetzinger Schloss auf dem Programm und donnerstags wurde zusammen
gekocht. Beim gemeinsamen Mittagessen gab es dann Spezialitäten aus allen
teilnehmenden Ländern zu kosten. „Das hat richtig gut geschmeckt“, freute
sich Timo Sulzmann, der zusammen mit Ahlke Saathoff das Projekt auf
deutscher Seite leitet, „und es ist genau das, um was es geht: Dass die
Schüler unterschiedlicher Nationalitäten gemeinsam etwas machen.“ In
zumindest einem Fall zeigen diese gemeinsamen Aktivitäten schon
weitreichende Auswirkungen: Eine Teilnehmerin aus Malta und ein Schüler aus
Italien gaben mittlerweile ihre Verlobung bekannt.
Der letzte gemeinsame Tag wurde in Hockenheim verbracht,
wobei der Besuch des Rings natürlich ganz oben auf der Prioritätenliste
stand und für die Schüler sicherlich der Höhepunkt der Woche in der Kurpfalz
war. „Von der Rennstrecke und dem Museum waren alle begeistert“, konnte
Sulzmann bestätigen, „dazu hat sicherlich auch die sehr informative und
interessante Führung beigetragen.“ Aber auch die Hockenheimer LOP-Schule kam
nicht zu kurz, der dortige herzliche Empfang mit Mittagessen kam bei allen
Teilnehmern ebenfalls gut an. Den Abschluss bildete am Abend eine gelungene
Veranstaltung im Restaurant „Frankeneck“ in Schwetzingen, bevor es für die
Gäste am Samstag nach teils tränenreichen Verabschiedungen wieder zurück in
die Heimat ging.

Die Teilnehmer aus
der Türkei, Polen, Malta und Italien mit den deutschen Gastgebern beim
Besuch der LOP-Schule in Hockenheim.
Die DYSL-Website:
http://www.dysl.page.tl/Home.htm
Weitere Fotos:
Alle Teilnehmer des DYSL-Projekts