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Zweijährige Berufsfachschule für Ernährung und Gesundheit

 

Die beiden weiterführenden Schulen nach dem Hauptschulabschluss sind Vollzeitschulen (Unterricht an fünf Tagen pro Schulwoche) für Jugendliche, die nach dem Hauptschulabschluss das Bildungsziel Fachschulreife („Mittlere Reife“) erwerben wollen.

 

1. Profil: Gesundheit und Pflege (2 BFP)

Diese Schulart vermittelt neben einer vertieften Allgemeinbildung eine breit angelegte berufliche Grundausbildung für Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich.

Innerhalb der Berufsfachlichen Kompetenz  werden verknüpfte Elemente aus Gesundheitslehre, Pflege und Wirtschaftslehre in Lernfeldern handlungsorientiert unterrichtet. Ausgewählte Krankheiten und deren Prävention sowie Grundlagen im Bereich Pflege  werden vermittelt.

Diese Kenntnisse sollen das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Gesundheit wecken und somit zu mehr Eigenverantwortung für eine angemessene Gesundheitsvorsorge führen.

Innerhalb der Berufspraktischen Kompetenz werden Inhalte aus Labortechnik, praktische Übungen zur Pflege und Textverarbeitung innerhalb von Lernfeldern vermittelt.

Die Schülerinnen und Schüler absolvieren ein zweiwöchiges Praktikum um Berufe im Gesundheitswesen kennen zu lernen.

Besonderheit: Verkürzung der Ausbildungszeit bei medizinischen Fachangestellten möglich.

zur Stundentafel der 2 BFP

 

2. Profil: Ernährung und Hauswirtschaft(2 BFH)

Diese Schulart vermittelt sowohl eine vertiefte Allgemeinbildung als auch berufliche Grundkenntnisse im Berufsfeld „Ernährung und Hauswirtschaft“.

Innerhalb der Berufsfachlichen Kompetenz werden verknüpfte Elemente aus Ernährungslehre, Wirtschafts- und Erziehungslehre sowie Haushaltstechnologie in Lernfeldern unterrichtet.

Als Berufspraktische Kompetenzen lernen die Schülerinnen und Schüler neben der  Zubereitung von Menüs auch gestalterisches und handwerkliches Können innerhalb von Lernfeldern zu verbessern.

Die Schülerinnen und Schüler absolvieren ein zweiwöchiges Praktikum zur Berufsfindung.

Besonderheit: Verkürzung der Ausbildungszeit bei Hauswirtschafterinnen möglich, direkte Aufnahme in das Berufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft II.

zur Stundentafel der 2 BFH

 

Aufnahmevoraussetzungen

- Hauptschulabschluss oder das Abschlusszeugnis des Berufseinstiegsjahres (Durchschnitt mindestens 3,0 in Deutsch, Englisch und Mathematik, in Deutsch mindestens „befriedigend“ und in Englisch und Mathematik jeweils mindestens „ausreichend“ sowie dem Fach Berufsfachliche Kompetenz des BEJ, sofern sich dies positiv auf den Notendurchschnitt auswirkt).

- Abgangszeugnis der Klasse 9 der Realschule oder des Gymnasiums des neunjährigen Bildungsganges bzw. das Abgangszeugnis der Klasse 8 des achtjährigen Gymnasiums, wobei ein Notendurchschnitt von mindestens 4,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, höchstens in einem der Fächer die Note „mangelhaft“ erteilt sein darf.

- Versetzungszeugnis in die Klasse 10 der Realschule oder des Gymnasiums.

- Nach Klasse 8 der Hauptschule unter bestimmten Voraussetzungen: Notendurchschnitt 2,0 + Besuch des Zusatzunterrichts.

- Nachweis eines gleichwertigen Bildungsabschlusses

 

Probezeit

Im ersten Schulhalbjahr.

 

So kann es weitergehen

- Ausbildung in einem Beruf der oben genannten Berufsfelder, z.B. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Laborant/in, Koch/Köchin

- Schulische Berufsausbildung z.B. Erzieher/in, Altenpfleger/in

- Berufskolleg für Gesundheit und Pflege I und II (2 Jahre)

- Duales Berufskolleg für Soziales (1 Jahr), danach Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife (1 Jahr)

- Berufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft II ( 2 Jahre)

- Berufskolleg für technische Assistenten in der Medizin

- Berufskolleg für Ernährungsberatung

- Besuch eines beruflichen Gymnasiums, z.B. Sozialpädagogisches Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium oder Technisches Gymnasium

 

HEN, 02.02.09