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Dynamischer Eindruck

 

Der neue Schulleiter stellt sich vor - Das Sozialwissenschaftliche Gymnasium startet

 

gau (13.09.11) Der erste Auftritt ist gelungen. Wie sich Oliver Wetzel, der neue Schulleiter der Louise-Otto-Peters-Schule, seinem Kollegium vorstellte, kam an bei der Lehrerschaft aus Hockenheim und Wiesloch. Jedenfalls war später von einem „dynamischen Eindruck“ die Rede, den der Neue gemacht habe. Auch der Studiendirektor aus Rimbach im Odenwald selbst hatte ein gutes Gefühl: „Das war eine positive erste Begegnung, der Wechsel an der Spitze wird als Chance gesehen.“

Der Vater einer Tochter tritt seinen neuen Posten in einer ereignisreichen Phase an. Schließlich wurde neben dem üblichen organisatorischen Kraftakt nach den großen Ferien auch noch der Beginn einer neuen Epoche gefeiert. Seit diesem Schuljahr kann die Louise-Otto-Peters-Schule neben den vielen anderen Schularten nun als letzten fehlenden Baustein auch ein Sozialwissenschaftliches Gymnasium anbieten.

Die Schüler der ersten Eingangsklasse wurden denn auch in der Wieslocher Aula gebührend empfangen. Die beiden Schulartbeauftragen verdeutlichten mittels einer Zielschnur, die sie auf der Bühne aufspannten, was gemeinsam erreicht werden soll. „Möglichst alle“ möchte Kaori Asaeda in drei Jahren zum Abitur führen. „Das würde uns ein bisschen stolz machen“, ergänzte Timo Sulzmann. Zuvor hatte Abteilungsleiterin Marina Kögel das pädagogische Konzept vorgestellt und betont: „Unser besonderes Anliegen ist die individuelle Förderung.“

Wetzel selbst wurde in Beisein des Kollegiums von Katrin Höninger, der Referatsleiterin für berufliche Schulen des Regierungsbezirks Karlsruhe, und ihrer Stellvertreterin Sandra Lochmann offiziell in sein neues Amt eingeführt. Höninger betonte, dass Wetzel sich als Leiter im Rahmen seiner weit über 100 regionalen und überregionalen Fortbildungen in den Schulen schon einen Namen gemacht habe. Sie war besonders stolz darauf, den „Schulleiterposten an der Louise-Otto-Peters-Schule fast nahtlos so kompetent besetzt zu haben“.

Für Wetzel scheint sein neues Arbeitsumfeld optimal ausgewählt zu sein. Als Referendar war der Mittvierziger an der benachbarten Johann Philipp Bronner Schule mit wirtschaftlicher Ausprägung tätig. Zum anderen Nachbarn im Berufsschulzentrum, der gewerblichen Hubert-Sternberg-Schule, gibt es einen Bezug über seine langjährige Tätigkeit an der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen, ebenfalls eine Gewerbeschule.

Zu Hauswirtschaft, Sozialpädagogik und Altenpflege, der Ausrichtung der Louise-Otto-Peters-Schule, fand Wetzel Zugang im Rahmen seiner Fachdidaktikveranstaltungen, die er als Fachleiter für Volks- und Betriebswirtschaftslehre in Karlsruhe durchführte. „Bei den Veranstaltungen bin ich mit Kollegen aus diesen Schulrichtungen sehr gut zurecht gekommen“, versichert Wetzel, „von daher hat es sich angeboten, mich für den hier frei werdenden Schulleiterposten zu bewerben.“

Nun möchte er ein „verlässlicher Partner sein, der in Zusammenarbeit mit dem Schulträger und dem Regierungspräsidium dazu beiträgt, das Bildungsangebot weiterzuentwickeln“. Dabei sei hilfreich, so Wetzel, dass er Schule aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen gelernt habe: „Als Lehrer, als Fortbildner sowie als Moderations- und Methodentrainer, der Schulen unterstützt bei ihrem OES-Prozess mit dem Ziel, Unterrichtsqualität systematisch zu verbessern.“ Außerdem habe er als Ausbilder von Referendaren und Direkteinsteigern neben gewerblichen Schulen auch hauswirtschaftliche kennen gelernt und viele Ideen gesammelt, die er jetzt umsetzen möchte.

Als weitere Ziele nennt Wetzel „die Standortsicherung in Hockenheim und die Stärkung des Schulzentrums Wiesloch durch eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Schulleitern“. Zudem möchte er neue Schularten einführen, die es ermöglichen, das lebenslange Lernen zu unterstützen sowie die Inklusion und individuelle Unterstützungssysteme für lernschwache Schüler weiter ausbauen.

Eine Lebensaufgabe, möchte man meinen. Die attestierte Dynamik kann also nicht schaden.