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Verabschiedungen am
letzten Schultag

 

Gertrude Jordan und Adelhaid Kastner-Schulz
gehen in den "Unruhestand"

 
ohn (01.08.10) Im Rahmen der Gesamtlehrerkonferenz am Mittag des letzten Schultages an der Louise-Otto-Peters-Schule musste Oberstudiendirektor Rolf Ohnemus zwei Lehrerinnen entlassen, die zum Profil der Schule wesentlich beigetragen hatten.

Nach 40-jähriger Tätigkeit im Öffentlichen Dienst verabschiedete er Oberstudienrätin Gertrude Jordan, deren berufliche Laufbahn am 1. Mai 1969 als Fachschullehrerin am Landwirtschaftsamt in Buchen und dann Mosbach begann. In Nordrhein-Westfalen aufgewachsen gelangte sie über die Louise-Otto-Peters-Schule in Hockenheim an die damalige Marie-Luise-Kaschnitz-Schule in Wiesloch zur Albert-Schweitzer-Schule nach Sinsheim und von dort wieder zurück an die Schule in Wiesloch.

Die Mutter einer Tochter wurde ihren Interessen und ihrer Ausbildung gemäß in den Lernbereichen Ernährung, Wirtschaft aber auch Pflege eingesetzt. Vielfältig sind die Spuren, die sie an der Schule in diesen Bereichen hinterlassen hat. Sie engagierte sich für die Ausbildungsintegration von defizitären Jugendlichen ebenso wie für die Kooperation von Arbeitsstätten und Schule. Auch war ihr die Teambildung  in einem Teil der 14 Schularten ein wichtiges Anliegen.

Diplom-Pflegepädagogin Adelhaid Kastner-Schulz, die in Altersteilzeit geht, wurde vor zwei Jahren für ihre 25-jährige Tätigkeit durch die Dankurkunde des Schulpräsidenten geehrt. Allerdings war ihr Weg ein ganz anderer als der von Gertrude Jordan. Ebenfalls in Norddeutschland geboren und aufgewachsen hat sie bereits als 15-Jährige ehrenamtlich im Krankenhaus gearbeitet. Nach einem Au pair Aufenthalt in London folgte die Ausbildung zur Krankenschwester und die Weiterbildung für Intensivpflege und Stationsleitung. Weiter führte ihr beruflicher Weg über die Pflege Schwerstbrandverletzter in Ludwigshafen und eine Beatmungs- und Entgiftungsstation in Heidelberg.

Ihr Interesse junge Menschen zu unterrichten wuchs durch eine 6-monatige Unterrichtsassistenz und wurde durch die Ausbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe fundiert. Von da an hat Adelhaid Kastner-Schulz von der Geburtshilfe bis zur Sterbebegleitung fast alles unterrichtet.

Daneben war ihr Interesse an Weiterbildung ungebrochen. Sie studierte Gesundheitspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, machte den Diplom- und Lehramtsabschluss Gesundheit und Sozialwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und studierte berufsbegleitend Erziehungswissenschaft und Philosophie. Die Früchte all dieser Aktivitäten konnten nicht nur die Schüler ernten sondern auch über verschiedene wissenschaftliche Veröffentlichungen entsprechende Fachleute. Adelhaid Kastner-Schulz kam über die Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal und die Elisabeth-Selbert-Schule in Karlsruhe an die Louise-Otto-Peters-Schule nach Hockenheim und Wiesloch. Der Schulleiter wünschte ihr einen anregenden Unruhestand.

Schulleiter Rolf Ohnemus verabschiedet Gertrude Jordan und ...

Adelhaid Kastner-Schulz.

Zum Abschluss gab es ernste Musik,

Geschenke vom Personalrat und ...

und ein Ständchen mit einem lauten Knall!