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Besuch in Assisi

 

Dank Schulpartnerschaft auf Reise

 
kro (19.05.10) Im Rahmen eines Gegenbesuches weilte eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen der Louise-Otto-Peters-Schule in Begleitung ihrer Lehrer in Assisi. In der Stadt, die durch die Verehrung für den Heiligen Franziskus in der gesamten christlichen Welt bekannt ist, besteht nun eine Schulpartnerschaft mit dem Liceo Scientifico annesso al Convitto Nazionale „Principe di Napoli“.

Der Empfang durch die gastgebenden Eltern und Kolleginnen war herzlich und man hatte sich viel zu erzählen. Schließlich war es ja erst vier Wochen her, dass man sich in Hockenheim und Wiesloch kennen lernte. Am nächsten Vormittag begrüßte die Schulleiterin Rosalia Mazzara die Besucher in der Aula der Schule. Und die Eltern boten ein Kuchenbüffet mit regionalen Spezialitäten auf, das die Gäste (und die gastgebenden Schüler) begeisterte. Den Nachmittag verbrachte man dann im nahe gelegenen Perugia. Nach einem gemeinsamen Rundgang beschritten Schüler und Lehrer getrennte Wege: Die Schüler widmeten sich der Mode, die Lehrer der Kultur. Eine Einladung zum gemeinsamen Abendessen im Speisesaal des Internats, das an die Schule angeschlossen ist, beendete den Tag.

Eine ausführliche Stadtexkursion stand am nächsten Tag auf dem Programm. Zunächst wurde die Rocca, die wieder aufgebaute Burg der Päpste, besucht. Im Anschluss daran führte der Weg zur Basilika des Heiligen Franziskus. Im Mittelpunkt der Besichtigung standen die Renovierungsarbeiten, denen man aus nächster Nähe zusehen konnte. Die Renovierungsarbeiten wurden per Audioführer erläutert. Eine Ausstellung in der Stadt knüpfte daran an und präsentierte die Deckengemälde digital. Am sonnigen Nachmittag machte sich die Gruppe unter der Führung eines kundigen Kollegen zu Fuß auf den Weg den Monte Subasio hinauf zur Eremo delle Carceri, der Einsiedelei des Heiligen Franziskus. Hier konnte man sich davon beeindrucken lassen, wie die Mönche ihre Leben zwischen Gebeten, Arbeit und Meditation verbrachten.

Ein ganztägiger Ausflug führte am folgenden Tag zunächst zur Stadt mit der laut UNESCO höchsten Lebensqualität, Todi, wo eine Basilika  besucht wurde. Die anschließende Fahrt nach Orvieto führte durch eine der herrlichsten Landschaften Umbriens. Am Zielort angekommen, brachte die Zahnradbahn die Gruppe in die alte etruskische Oberstadt. Von außen beeindruckte die Kathedrale mit ihren hellen und dunklen Marmorschmuckbändern sowie den figürlichen Darstellungen auf der Portalseite ebenso wie die Gestaltung der Innenräume. Den Schülern blieb dann noch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Der fünfte Tag des Aufenthaltes war einem Besuch von Siena gewidmet. Erstes Ziel war die Piazza del Campo im Stadtzentrum. Ihn umgeben das Rathaus, ein Palastbau und zahlreiche Bürgerhäuser aus der Renaissance. Hier werden alljährlich auch lokale Pferderennen ausgetragen. Danach ging man noch zum Dom, der ebenfalls durch seine Ausmaße und künstlerische Gestaltung beeindruckte.

Der Besuch in Assisi klang mit einer Einladung der Schüler zum Pizzaessen aus. In fröhlicher Runde unterhielt man sich nochmals über die vergangenen Tage – und bereitete sich auf die letzte gemeinsame Nacht vor. Ein Stadtrundgang vor Mitternacht zeigte ein lebhaftes Assisi, in dem alle auf ihre Weise die Nacht zum Tage machten. Entsprechend ruhig verlief die Heimfahrt am nächsten Tag. Schließlich wollten fast alle noch einen Teil des Maifeiertages zu Hause genießen.

Die italienisch-deutsche Gruppe gemeinsam auf den Stufen des Doms in Siena.