kro (25.03.10) Nach langen
Vorbereitungen ist es nun Wirklichkeit geworden: Zwölf Schülerinnen und
Schüler des Liceo Scientifico annesso al convitto nazionlae „Principe di
napoli“ aus Assisi in Italien besuchten in Begleitung von zwei Kolleginnen
die Louise-Otto-Peters Schule in Wiesloch und Hockenheim. Die ersten
Kontakte verdanken die beiden Schulen einem von Comenius-Sokrates
finanzierten Schulprojekt, das von 2005 bis 2008 lief. Das damals
hergestellte gute Einvernehmen zwischen den Vertretern beider Schulen
führte zur Wiederaufnahme der Kontakte.Nach einer
Begrüßung an der Schule durch den Schulleiter Rolf Ohnemus und die
betreuenden Kollegen Timo Sulzmann und Christine Heimberger führte ein
Besuch von Schloss und Altstadt in Heidelberg die Gäste in die touristischen
Höhepunkte der Region ein. Tags darauf folgte am Nachmittag ein
Einkaufsbummel in Mannheim und damit ein gewisser Kontrast zu Heidelberg.
Auf der weiteren Wunschliste der italienischen Gäste standen ein Ausflug
nach Rothenburg o. T. und Straßburg. Beide Städte waren auch in den
vergangenen Jahren Wunschziele der Besuchergruppen aus Malta, Polen und der
Türkei, mit denen die LOP-Schule Kontakte pflegt. In Rothenburg ist der
Charakter der Altstadt der magische Anziehungspunkt, in Straßburg sind es
die Boostfahrten auf den Kanälen und das Areal des Europäischen Parlaments.
Abschluss und Höhepunkt war dann der Besuch auf dem Hockenheimring, wo man
dem Training der Motorradfahrer des Badischen Motorsport-Clubs e.V. zusehen
konnte. Der harmonisch verlaufene Besuch klang mit einem gemeinsamen Essen
im „Frankeneck“ in Schwetzingen aus.
Im Mittelpunkt des Austausches stand allerdings eine
Aufführung historischer Tänze, die die italienischen Schüler einstudiert
hatten und auf der neu gestalteten Bühne des Wieslocher Berufsschulzentrums
zur Aufführung brachten. Der „Saltarello“ war besonders in Mittelitalien
sehr verbreitet und geht auf römische Zeit zurück. Heute pflegen diesen Tanz
vor allem Folkstanzgruppen. „Roma nun fa la stupida stasera“ steht für die
romantische Atmosphäre, die Liebespaare in der Stadt Rom suchen. Das Lied
ist zu einem Symbol für Rom geworden. Der neapolitanische Tanz „Tarantella“
wurde zu einem höfischen Tanz mit ausgefeilten Gesten und Schrittfolgen, der
dennoch sehr schnellen Rhythmen folgt. Als Hommage an Deutschland verstanden
die Schüler und Schülerinnen aus Assisi schließlich den „Walzer“, den sie
zur Aufführung brachten. Ein Tanz, der lange brauchte, bis er sich
durchgesetzt hatte und der heute nicht mehr aus dem Repertoire öffentlicher
Veranstaltung wegzudenken ist.
In wenigen Wochen wird der Gegenbesuch der Schüler und
Schülerinnen der LOP-Schule in Assisi stattfinden. Die Initiatoren des
diesjährigen Projektes, Frau Ahlke Saathoff und Dr. Volker Kronemayer,
freuen sich darüber, dass sie bei Schülern und Eltern, bei den Kollegien und
Schulleitungen beider Schulen mit ihrer Initiative auf eine so wohlwollende
Resonanz stießen. Dem Schüleraustausch zwischen beiden Schulen ist zu
wünschen, dass er noch viele Jahre fortgeführt werden kann.

Der Saltarello.

Der Roma.

Der Tarantella.

Nach dem Walzer.