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Neue Wege mit Assisi

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Fortsetzung der Zusammenarbeit beschlossen

 
kro (16.08.09) Im Rahmen eines Comenius-Sokrates Projektes in den Jahren 2005 bis 2008 knüpfte die Louise-Otto-Peters Schule aus Hockenheim und Wiesloch unter anderem Kontakte mit dem Liceo Scientifico annesso al Convitto Nazionale „Principe di Napoli“ im italienischen Assisi. Die Zusammenarbeit war erfolgreich und so erwachte nach dem Abschluss des Projektes „Do You Speak Love?“ der Wunsch, die fruchtbare Zusammenarbeit fortzusetzen. Auf Einladung der Kolleginnen und Kollegen aus Italien fuhren Ahlke Saathoff und Dr. Volker Kronemayer zur Partnerschule, um dort Gespräche über eine konkrete Fortführung der Zusammenarbeit zu führen.

Bereits am Abend der Ankunft erfolgte die Einladung zu einem Arbeitsessen in die Schule an der Piazza Matteoti. Während des Gastmahls wurden bereits Pläne für eine weitere Zusammenarbeit erörtert – diesmal außerhalb eines Comenius-Projektes. „Tänze“, gleich ob klassisch, folkloristisch oder modern, so kam man überein, wäre ein passendes Arbeitsthema, mit der sich die Sprachbarrieren in einem internationalen Austausch erfahrungsgemäß gut überwinden ließen. Der Austausch muss allerdings privat finanziert werden, da so genannte Drittgelder nicht zur Verfügung stehen.

Der folgende Samstag stand dann im Zeichen eines Kunstprojektes, an dem etwa 400 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Das Ergebnis waren großflächige und mehrteilige Gemälde, mit denen sich die weiten und hohen Gänge des Gebäudes aus der faschistischen Ära eindrucksvoll ausgestalten lassen. In den Außenbereichen wurden die Schulpartnerschaften mit Malta (Msida), Griechenland (Thessaloniki) und Deutschland (Wiesloch) auf Bildcollagen dargestellt.

Nachmittags blieb dann noch Zeit für einen Ausflug nach Perugia, einem der zahlreichen Touristenmagnete in der Umgebung. 

Am Sonntagvormittag konnten die deutschen Gäste die Hundertschaften von Wochenendausflüglern bewundern, die auf dem Monte Subasio der Hitze des Tales entflohen. Zuvor war Gelegenheit, ausgiebig in der Einsiedelei des Heiligen Franziskus zu verweilen. Die Ruhe der Stätte übertrug sich offenkundig auf alle Besucher: Trotz des starken Besucherandrangs war es nirgendwo laut oder unruhig. Am späten Nachmittag stattete man noch der etruskischen Oberstadt von Orvieto einen Besuch ab und ließ sich von der Altstadt und dem Dom beeindrucken.

Ein Gespräch mit der Schulleitung des Liceo Scientifico am Montagvormittag vertiefte nochmals das Projekt der Partnerschaft. Beim Anblick der vielen Auszeichnungen (Pokale, die hauptsächlich die Sportmannschaften in Wettbewerben errungen hatten) kam man auf die Bedeutung der internationalen Begehungen zu sprechen: Man müsse den jungen Menschen deutlich machen, dass außerhalb des eigenen Umfeldes noch leistungsstarke und teamfähige Mitmenschen lebten. Dies sei zur Kenntnis zu nehmen, mit diesen seien Kontakte zu pflegen. So ließen sich Vorurteilen am Besten ausräumen.

Der Rest des Tages stand dann, bei hochsommerlichen Temperaturen, im Zeichen eines Rundgangs durch Assisi mit seines zahlreichen Kirchen und Kulturdenkmälern.

Der letzte Tag des Aufenthaltes führte in die Partnerstadt Schwetzingens, Spoleto. Und auch hier, wie schon in Orvieto, in die etruskische Altstadt auf dem Berghügel. Die vielen Bauarbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur und leichteren Erreichbarkeit der Altstadt wie auch zur Sicherung der alten Gebäudesubstanz legten nahe, dass dieser Ort in etwa zwei Jahren einen völlig anderen Eindruck auf den Besucher machen wird als heute. Und wie Perugia mit der Hilfe von Rolltreppen wesentlich leichter zu Fuß zu erschließen sein wird.

Am Abend fand man sich nochmals in kleiner Runde bei der Kollegin und deren Familie zu einem abschließenden Gespräch zusammen. Man verabschiedete sich in herzlicher Freundschaft und der Absicht, sich bereits im nächsten Schuljahr wieder zu sehen.

Von links nach rechts: Eleonora Spina, Rita Falcinelli, Professore Giorgio Ceccotti, Dr. Volker Kronemayer, Inge Kronemayer, Ahlke Saathoff, Frank Jasensky.