gau (20.11.08) Unter dem Schlagwort „Vielfalt
respektieren, Ausgrenzung widerstehen“ beschäftigt sich das „Projekt
Kinderwelten“ mit der Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte für
Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung. Gefördert wird dieses Unterfangen
vom Bundesministerium für Familie, wissenschaftlich begleitet von der
Universität Münster sowie dem MPI für Bildungsforschung in Berlin und
Projektträger ist die Internationale Akademie für innovative Pädagogik,
Psychologie und Ökonomie der freien Universität Berlin.
Illustre Namen, die für Qualität bürgen und zwei Lehrerinnen
der Louise-Otto-Peters-Schule veranlassten, die Mühen der zweijährigen
Ausbildung auf sich zu nehmen. So werden sich Cornelia Aubel-Issifu und
Annette Bräuniger-Schmöger neben ihren Unterrichtsverpflichtungen regelmäßig
in Berlin weiterbilden und dann an der eigenen Schule und gegenüber
interessierten Kindertagesstätten und Grundschulen als Multiplikatoren
wirken, d.h. ihre Erfahrungen im Rhein-Neckar-Kreis bei unterschiedlichen
Veranstaltungen weitergeben.
Das Kinderwelten-Konzept orientiert sich an vier Zielen.
Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Bezugsgruppen-Identität gestärkt
und ihnen sollen Erfahrungen mit Vielfalt ermöglicht werden. Des Weiteren
soll zu kritischem Denken über Vorurteile, Einseitigkeiten und
Diskriminierungen angeregt werden. Dabei stehen Gegensätze wie alt und jung,
arm und reich oder behindert und nicht-behindert im Mittelpunkt des
Interesses.
Zu guter Letzt sollten die Kinder und Jugendlichen soweit
sein, dass sie aktiv werden gegen Diskriminierungen, Vorurteile und
Einseitigkeiten. Ein weiter Weg, den es sich jedoch zu gehen lohnt.